Mystery Park: Sanierungsvariante Gyger gescheitert

Der Gemeinderat von Matten hat auf der Grundlage der Gemeindeversammlung vom 19. September 2006 entschieden die Sanierungsvariante Gyger ab zu lehnen, damit ist der letzte noch vorhandene Sanierungsvorschlag für den Mystery Park vom Tisch. Der aktuelle Bericht in der Jungfrauzeitung zeigt den Entscheid auf.

Der Entscheid war sicherlich sehr schwierig, die Faktenlage unsicher und viel Ungewissheit war vorhanden. Der Druck aus der Bevölkerung war sicherlich sehr gross, wie unsere Steuermittel verwendet werden.

Die SVP Matten ist die wohl stärkste Partei in Matten, die FDP besetzt nur ein Gemeinderat und ist relativ schwach, die SP ist wohl die zweit stärkste Partei nebst der SVP.

Ich sehe den Fehler entgegen dem Kommentar in der Jungfrauzeitung weniger beim Gemeinderat, sondern eher bei der aktuellen Situation, der nicht transparenter Kommunikation von Gyger und Schärz und den sowieso düsteren Zukunftsperspektiven. Dennoch denke ich nicht, dass es zu Verantwortlichkeitsklagen kommen wird, diese Option wird nur Kosten generieren und keinen Mehrwert bringen.

Was hätte den der Gemeinderat für Alternativen gehabt:
1) Zustimmung Sanierungsvariante Gyger, Bezug von 15% der offenen  Schulden in Cash, Einleitung einer aktienrechtlichen Sanierung und damit Verzicht auf allfällige Verantwortlichkeitsklagen gegen die Organe des Mystery Parks.  Dafür aber eine allfällige Sicherung von Arbeitsplätzen (die aber nicht gewiss war).  Ein klares Statement zum Standort Matten. Dies wäre aber eine unternehmerische Entscheidung gewesen und der Gemeinderat kann nicht unternehmerische Entscheidungen treffen, schliesslich ist es nicht sein Geld. Der Gemeinderat hat eine politische Entscheidung getroffen in Sachen Mystery Park, welche aus dem Druck und dem Befinden der Mattner Bevölkerung resultiert. Die Begeisterung der Mattner Bevölkerung hielt sich schon immer in Grenzen in Sachen Mystery Park.

So bin ich zur Abwechslung einmal auf der Seite des Gemeinderates von Matten bzw. relativiere die Kritik aus den Medien. Die wichtige Frage ist nur: was wären die Alternativen gewesen und Alternativen gab es nur eine – den Sanierungsvorschlag Gyger. (siehe oben) und der bot eine Chance aber auch viele nicht offene Risiken.

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