amiando.com – neue Geldgeber

Neues aus der Start Up Szene in Deutschland, die Internetplattform www.amiando.com bekommt neue prominente Geldgeber, darunter sind zu finden: Wellington Partners, StudiVZ Gründer Ehssan Dariani, Spreadshirt Gründer Lukasz Gadowski sowie weitere Prominenz aus der deutschen Start Up Szene. Mal schauen ob die Strategie „Exit“ aufgeht. Ich persönlich muss mich an das Geschäftsmodell „Exit“ zuerst noch gewöhnen, es ist etwas total anderes als das Geschäftsmodell „KMU“. Solange soviel Kapital verfügbar ist und u.a. grosse Verlagshäuser Internetprojekte im grossen Stil akquirieren geht das Geschäftsmodell „Exit“ auf, ist quasi wie ein eigener Zyklus, nach dem Schema:
1) Gute und interessante  Internetplattform à la web  2.0 von meist jungen gründern
2) viele user und viel traffic, aber meist kein wirkliches ertragsmodell ausser den erwünschten Exit
3) grosser player wie z. B. Verlagshaus kommt und bietet einen hohen wert für die plattform (ich kenne die unternehmensbewertungen nicht, aber es sind sicherlich keine klassischen unternehmensbewertungen, bei diesen hohen werten)
4) die jungen gründer verkaufen und investieren dann selber wieder in solche plattformen wie z. B. Ehssan Dariani das macht
5) das ganze fängt wieder bei punkt 1) an

Aber wenn dann diese Exitmöglichkeiten nicht mehr da sind, was dann? Plötzlich wird man sich dann wieder viel mehr auf das Ertragsmodell fokussieren müssen, dass man aus eigenen Kräften umsetzten kann und dann ist die Geschichte wohl nur „halb so sexy“.

Aber nichts desto trotz: let`s rock! und allen die das schaffen, mein Respekt! in so kurzer Zeit soviel geld zu verdienen schafft man mit keinem KMU. Möge die Geldmaschine auf Hochtouren laufen!

Mehr im Bericht unter diesem Link.

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3 Gedanken zu “amiando.com – neue Geldgeber

  1. Hallo Philippe

    Merci für Deinen kritischen Beitrag.

    Allerdings gibt es noch ein paar Dinge zu präzisieren:
    amiando hat sehr wohl Ertragsmodelle, dieses werden allerdings erst in den kommenden Wochen und Monaten lanciert.

    Wie jedes klassische Unternehmen / KMU können auch die im Moment unter sehr breiter Medienbeobachtung stehenden Web 2.0-Unternehmen langfristig nur erfolgreich sein, wenn sie eine konkret messbare Wertschöpfung generieren, d.h. mittelfristig Gewinne erzielen.

    Allerdings ist es natürlich gerade bei Startups, welche in stark skalierbaren Märkten agieren, sinnvoll, dass diese bereits von Anfang an mit Venture Capital arbeiten, um durch diesen Hebeleffekt möglichst schnell eine kritische Grösse erreichen zu können.

    Ein Perpetuum Mobile, dass sich gegenseitig und immer wieder von Neuem finanziert, ohne dabei einen Wertschöpfung zu generieren, gibt es auch im dynamischen eBusiness nicht.

    Gruss

    > Marc

  2. Hallo Philippe

    Merci für Deinen kritischen Beitrag.

    Allerdings gibt es noch ein paar Dinge zu präzisieren:

    amiando hat sehr wohl Ertragsmodelle, diese werden allerdings erst in den kommenden Wochen und Monaten lanciert.

    Wie jedes klassische Unternehmen / KMU können auch die im Moment unter sehr breiter Medienbeobachtung stehenden Web 2.0-Unternehmen langfristig nur erfolgreich sein, wenn sie eine konkret messbare Wertschöpfung generieren, d.h. mittelfristig Gewinne erzielen.

    Allerdings ist es natürlich gerade bei Startups, welche in stark skalierbaren Märkten agieren, sinnvoll, dass diese bereits von Anfang an mit Venture Capital arbeiten, um durch diesen Hebeleffekt möglichst schnell eine kritische Grösse erreichen zu können.

    Ein Perpetuum Mobile, dass sich gegenseitig und immer wieder von Neuem finanziert, ohne dabei einen Wertschöpfung zu generieren, gibt es auch im dynamischen eBusiness nicht.

    Gruss

    > Marc

  3. da können wir dann bei einem bier sehr lange darüber debatieren.. ich wünsche euch allen viel erfolg und elan und respektiere was ihr da macht…..

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