Networking für Dummies

Networking ist meiner Meinung nach ein „long term investment“. Jeder gute Unternehmer sollte einen bestimmten Teil seiner Zeit in ein aktives Networking investieren, dabei sollte er die Balance zwischen Aufwand/Ertrag immer kritisch im Auge behalten. Sprich es macht keinen Sinn an jedem „charitiy“ Golfturnier und an jeder Veranstaltung teil zu nehmen, denn ab und zu muss man ja noch arbeiten. Hier meine Tipps für „dummies“ für ein erfolgreiches Networking:

1) Networke ohne bestimmtes Ziel im Hinterkopf: Networking macht am meisten Sinn, wenn man ungezwungen an Anlässen teilnimmt, ohne eine Liste zu haben, was man als effektiver „return“ von bestimmten Personen bekommen will. Einfach einmal teilnehmen, offen und ehrlich mit spannenden Menschen sprechen und eine gute Laune haben, aber ohne das „dollarzeichen“ im Auge – das ist die wahre Kunst des networken. Die kann aber muss nicht, die spätere Grundlage für erfolgreiche Geschäfte sein. Ein gemeinsames emotionales Erlebnis mit einem Anlass, Alkohol, Zigarren, Golf oder was auch immer. Im Leben gibt es manchmal unglaubliche Zufälle und man trifft diese Menschen an unerwarteten Wegpunkten im Leben.

2) Suche dir einen Multiplikator: am einfachsten wirst du in eine Gesellschaft eingeführt, wenn dich jemand der stark vernetzt ist, möglichst vielen oder möglichst den interessanten Personen vorstellt. Wenn du den ganzen Abend neben dieser Person stehst, wirst du quasi automatisch vorgestellt, denn für die anderen Leute wäre es ja peinlich dich nicht zu kennen.

3) Sei authentisch, locker und gut drauf: dies fängt bereits bei der Kleiderwahl an und beim Auftreten generell. Verklemmte und introvertierte Menschen findest du an solchen Anlässen zu hauf und dann macht das ganze eh keinen Spass.

4) Habe Durchhaltewillen: wenn du mit dem „networking“ anfängst, musst du dir logischerweise zuerst noch dein eigenes Kontaktnetz aufbauen, dementsprechend sind Networking Anlässe am Anfang recht mühsam und du wirst dich ein paar Mal fragen, ob sich der Aufwand der Teilnahme überhaupt lohnt. Wenn du dich 5 Jahre kontinuierlich durchbeist und „drannen“ bleibst, wirst du von selber merken, dass sich dein aufgebautes Kontaktnetz aus zu zahlen beginnt. Irgendeinmal profitierst du von den gemachten Kontakten und die Networking Anlässe werden immer mehr zu einem „Heimspiel“.

5) Am besten sind gemeinsame „emotionale“ Erlebnisse für das Networking: hast du mit einer Person gemeinsam im Sandkasten gespielt, oder warst du mit einer interessanten Person in der Pfadi, in der Studentenverbindung, im Militär, im Hockeyclub oder wo auch immer. Gemeinsame emotionale Erlebnisse sind die besten Anknüpfungspunkte für ein Networking. Halte mit diesen Menschen den Kontakt aufrecht, nicht nur auf wirtschaftlichen Kalkül, sondern auch aus Spass und deiner Erinnerung an solche emotionalen Erlebnisse. Das Studium ist als Alumni in hoch emotionales Erlebnis in der Vergangenheit. Trete auch der Alumni Vereinigung bei, falls es an deiner Uni oder Hochschule eine gab.

6) Pflege deine Kontakte: da reicht teilweise schon ein Mittagessen im Jahr, je nach Intensität des Kontaktes.

7) Engagiere dich in lokalen und nationalen Vereinen mit wohltätigem Zweck, Sportvereinen, „Service Clubs“ oder was auch immer. Das wichtigste: nebst dem Networking Ziel muss es Dir unbedingt auch Spass machen, sonst kostet es am Ende nur nerven.

8) Bei der Auswahl der Plattformen (Sportclub, Golf, Wohltätigkeit, Anlässe etc) musst du selektiv sein. Nicht jeder Anlass/Plattform bringt  dir gleichviel.

9) Beachte die Relevanz der Medien: ab und zu ist es gut, mit wichtigen Menschen in den Medien abgelichtet zu werden, dass steigert dein Medienwert. Zuviel abgelichtet zu werden kann aber schädlich sein. Habe keine Minderwertigkeitsgefühle, dass sind alles Menschen egal wie prominent oder wie meine Mutter zu sagen pflegte: “ Du kannst dich zeigen“…

Interessante Links zu Networking Plattformen:
1) www.openbc.com
2) Venture Apéros
3) Swiss Economic Forum
und viele viele weitere auf Anfrage.

Advertisements

5 Gedanken zu “Networking für Dummies

  1. Was ist deine Meinung zum Efficiency Club?

    Suche noch eine Einladung für den Club zum Rennweg…

    BTW: OpenBC heisst nun doch schon seit längerem Xing 😉

  2. im Efficiency Club ist glaube ich don adrian locher mitglied… @adrian: was hälst du davon… club zum rennweg (schleimen was das zeugs hergibt oder gut heiraten), Xing bleibt openbc.com für mich, ganz einfach…

  3. Efficiency ist eine gute Sache. Ich war im Internet Efficiency Mitglied, welches ja aber nun unter dem Brand „Internet Briefing“ durch Reto Hartinger verselbständigt wurde. Mit seinen mittlerweile über 300 Mitgliedern entsprach das Internet Briefing Format auch nicht mehr der Idee des Efficiency, wo die einzelnen Fachgruppen ja selten über 20 Leute hinausgehen, die sehr selektiv bestimmt werden.

    Club zum Rennweg wie auch eine Konstaffel sind natürlich die High-end Networking-Gefässe..

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.